Branche

Frittierfett entsorgen in der Gastronomie

In Restaurants, Gasthäusern und Cafés fällt gebrauchtes Frittierfett unregelmäßig an: viel an einem vollen Wochenende, wenig in einer ruhigen Woche. Mit dem Oleo90 sammeln Sie das Fett direkt im Betrieb und melden die Abholung an, wenn der Behälter voll genug ist.

Behälter Oleo90

Er fasst 100 Liter bzw. 90 kg und kommt mit einer Grundfläche von 530 x 470 mm aus.

Abholung nach Füllstand

Sie melden die Abholung an, sobald je nach Niederlassung 25, 30 oder 50 kg im Behälter sind.

Vergütung netto

ReFood vergütet gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl netto, also ohne Mehrwertsteuer.

Verwertung zu Biodiesel

Das aufbereitete Altfett wird zu Biokraftstoffen wie Biodiesel verarbeitet.

Wo im Restaurant Altfett anfällt

In der Restaurantküche wird an mehreren Stellen mit Fett gearbeitet. Die Fritteuse ist im Einsatz für Pommes, Schnitzel oder Backfisch, in der Pfanne bleibt Bratfett zurück. Beides ist Altfett und gehört in einen eigenen Sammelbehälter. Ein Gasthaus mit großer Karte kommt dabei auf ganz andere Mengen als ein Café, das nur ein paar Snacks frittiert. Hinzu kommt das Saisongeschäft: Ein Ausflugslokal mit Biergarten braucht im Sommer mehr Sammelvolumen als im Winter.

Deshalb gibt es bei der Frittierfettentsorgung von ReFood keinen starren Abholplan. Sie sammeln, bis genug Fett im Behälter ist, und melden dann die Abholung an. Je nach Niederlassung ist das ab einer Füllmenge von 25, 30 oder 50 kg möglich.

So sammeln Sie im Oleo90

Der Oleo90 ist ein Behälter für Frittierfett und Speiseöl mit 100 Litern Volumen, das entspricht 90 kg. Er hat eine große Einfüllöffnung, einen fest verschließbaren Deckel und zwei Rollen. Die Wand ist durchsichtig und trägt eine Skala, sodass Sie den Füllstand von außen ablesen können. Zum Nachschauen müssen Sie den Deckel also nicht öffnen.

  • Fett aus Fritteuse oder Pfanne abkühlen lassen.
  • In den Oleo90 gießen und den Deckel wieder schließen.
  • Den Behälter nur bis etwa 20 cm unter den Rand füllen.
  • Abholung anmelden, sobald die Mindestmenge erreicht ist.

Bei der Abholung tauscht der Fahrer den vollen Behälter gegen einen gereinigten Oleo90. Vor Ort wird nichts umgefüllt. Maße und Handhabung beschreibt die Seite zum Oleo90-Behälter ausführlich.

Was hinein darf und was nicht

In den Oleo90 gehören ausschließlich Frittierfett, Bratfett und Speiseöl. Nicht hinein gehören:

  • Panade, Pommesreste und andere Feststoffe aus der Fritteuse, sie zählen zu den Speiseresten
  • Wasser und Spülmittel
  • Küchentücher und Putzlappen
  • Inhalte aus dem Fettabscheider

Durch die durchsichtige Wand fällt eine Fehlbefüllung sofort auf. Fehlbefüllte Behälter werden nicht mitgenommen oder zusätzlich berechnet. Reste von Dressings oder Marinaden gehören ebenfalls nicht hinein, auch wenn sie Öl enthalten. Speisereste aus Küche und Gastraum lassen sich getrennt über speisereste-entsorgen.de entsorgen.

Warum Altfett nicht in den Ausguss gehört

Fett, das über die Spüle abläuft, kühlt in den Rohren ab und setzt sich fest. Es verstopft Leitungen und belastet den Fettabscheider und das Kanalnetz. Hat Ihr Betrieb einen Fettabscheider, muss dieser regelmäßig geleert und gewartet werden. Jeder Liter, den Sie im Oleo90 sammeln, kommt dort gar nicht erst an. Informationen zu Leerung und Wartung finden Sie auf der Seite Fettabscheider.

Wer Altfett, Speisereste und Fettabscheider nicht bei drei verschiedenen Firmen beauftragen möchte, kann alles über ReFood regeln. Die Leistungen werden getrennt erbracht, aber aus einer Hand organisiert.

Lagerort und Abholung

Stellen Sie den Oleo90 an einen sicheren Ort, zum Beispiel in einen abschließbaren Lagerraum. Gebrauchtes Frittierfett wird häufig gestohlen, ein Behälter im offenen Hinterhof ist daher gefährdet. Für die Abholung muss er ebenerdig bereitstehen.

Feste Abholtage gibt es nicht, weil Touren und Verkehr den Termin verschieben können. Melden Sie die Abholung deshalb rechtzeitig an, vor allem vor Feiertagen oder Betriebsferien. Ist der Behälter nach einer großen Feier früher voll als gedacht, melden Sie eine außerplanmäßige Abholung so früh wie möglich an.

Vergütung und Verwertung

ReFood vergütet gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl netto, also ohne Mehrwertsteuer. Wer Angebote vergleicht, sollte prüfen, ob dort netto oder brutto genannt ist. Mehr dazu im Ratgeber Altfett-Vergütung.

Das Fett wird in den ReFood-Niederlassungen aufbereitet und anschließend zu Biokraftstoffen wie Biodiesel verarbeitet. Nach den Standardwerten der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II spart Biodiesel aus Altspeiseöl gegenüber fossilem Diesel mehr als 80 Prozent Treibhausgasemissionen. Als Entsorgungsfachbetrieb mit Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 dokumentiert ReFood jede Leistung digital.

Fragen

Häufige Fragen

Ab welcher Menge wird das Frittierfett abgeholt?

Das hängt von Ihrer Niederlassung ab: Eine Abholung wird ab einer Füllmenge von 25, 30 oder 50 kg angemeldet. An der Skala des Oleo90 sehen Sie, wie viel Fett bereits gesammelt ist. Wie schnell die Menge erreicht ist, hängt von Ihrer Karte und der Zahl der Fritteusen ab.

Gibt es feste Abholtage für Restaurants?

Nein. Sie melden die Abholung an, wenn der Behälter voll genug ist. Da sich Touren durch Planung und Verkehr verschieben können, sollten Sie damit nicht bis zum letzten Moment warten.

Darf Bratfett aus der Pfanne mit in den Oleo90?

Ja, Bratfett und Speiseöl gehören ebenso hinein wie Frittierfett. Lassen Sie heißes Fett vorher abkühlen. Speisereste, Panade und Wasser dürfen nicht in den Behälter.

Eignet sich der Oleo90 auch für ein Café mit wenig Frittierfett?

Ja. Weil Sie die Abholung erst anmelden, wenn die Mindestmenge erreicht ist, darf sich der Behälter auch langsam füllen. Die Einzelheiten besprechen wir mit Ihnen nach Ihrer Angebotsanfrage.

Welcher Abfallschlüssel gilt für Altfett aus der Gastronomie?

Speiseöle und -fette haben den Abfallschlüssel AVV 20 01 25. Nach VO (EG) Nr. 1069/2009 sind sie tierische Nebenprodukte der Kategorie 3, zu der auch Küchen- und Speiseabfälle gehören.

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