Ratgeber
Vergütung für gebrauchtes Frittierfett: so kommt sie zustande
Für gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl zahlt ReFood eine Vergütung. Dieser Ratgeber erklärt, wovon sie abhängt und worauf Sie beim Vergleich von Angeboten achten sollten.
Netto vergütet
ReFood vergütet gebrauchtes Frittierfett ohne Mehrwertsteuer.
Menge ablesbar
Der Oleo90 fasst 90 kg, den Füllstand zeigt die Skala außen.
Qualität sichtbar
Wasser und Fremdstoffe erkennen Sie durch die durchsichtige Wand sofort.
Individuelles Angebot
Die Höhe der Vergütung erfahren Sie über die Angebotsanfrage.
Auf dieser Seite
- Warum es für Altfett Geld gibt
- Netto oder brutto: der Unterschied beim Vergleich
- Die Menge: 90 kg ablesbar statt Fass mit unklarer Füllung
- Wasser im Altfett: warum ehrliche Kunden nichts verlieren
- Wovon die Höhe der Vergütung abhängt
- Was Sie selbst für eine gute Vergütung tun können
- So erhalten Sie ein Angebot
Warum es für Altfett Geld gibt
Für die Entsorgung von Speiseresten zahlen Betriebe. Beim Altfett ist es umgekehrt: Wer gebrauchtes Frittierfett entsorgen lässt, erhält dafür eine Vergütung. Der Grund liegt in der Verwertung. Altspeiseöl wird aufbereitet und zu Biodiesel verarbeitet, es ist also ein Rohstoff mit Marktwert.
ReFood sammelt das Altfett im Oleo90 ein, bereitet es in den Niederlassungen auf und führt es der Biodieselherstellung zu. Diesen Weg beschreibt der Ratgeber Biodiesel aus Altfett. Auf dieser Seite geht es darum, wie die Vergütung zustande kommt und woran Sie ein nachvollziehbares Angebot erkennen.
Netto oder brutto: der Unterschied beim Vergleich
ReFood vergütet gebrauchte Frittierfette und Speiseöle netto, also ohne Mehrwertsteuer. Manche Anbieter nennen im Gespräch dagegen Bruttobeträge.
Beim Vergleich entsteht so ein falscher Vorteil. Ein Bruttobetrag enthält die Mehrwertsteuer und klingt deshalb höher, obwohl dahinter keine bessere Leistung steht. Legen Sie zwei Angebote nebeneinander, müssen beide auf derselben Grundlage beruhen, sonst vergleichen Sie unterschiedliche Größen.
Fragen Sie bei jedem genannten Betrag nach, ob er mit oder ohne Mehrwertsteuer gemeint ist, und lassen Sie sich die Angabe schriftlich geben. Wie die Mehrwertsteuer in Ihrem Betrieb zu behandeln ist, klärt Ihre Steuerberatung.
Die Menge: 90 kg ablesbar statt Fass mit unklarer Füllung
Neben dem Betrag je Einheit kommt es darauf an, wie die Menge bestimmt wird. Einige Anbieter vergüten je 100 Liter, stellen aber Fässer auf, in die 120 Liter passen. Rechnen Sie nach: Wird ein volles 120-Liter-Fass als 100 Liter abgerechnet, fehlt bei jeder Abholung ein Sechstel der Menge in der Vergütung. Wie voll ein Fass tatsächlich ist, sehen Sie von außen meist nicht.
Der Oleo90 ist für 90 kg ausgelegt, und die Skala an der durchsichtigen Wand zeigt, wie viel Altfett darin ist. Sie wissen also schon vor der Abholung, welche Menge Sie übergeben, und können die Angaben nachvollziehen.
Wasser im Altfett: warum ehrliche Kunden nichts verlieren
Wasser ist schwerer als Öl und kostet nichts. Deshalb kommt es vor, dass Altfett mit Wasser gestreckt wird, um mehr Vergütung zu bekommen. Für die Verwertung hat das Wasser keinen Wert, es muss bei der Aufbereitung wieder abgetrennt werden.
Im Oleo90 fällt eine solche Fehlbefüllung sofort auf. Das Wasser sinkt unter das Öl und ist durch die durchsichtige Wand als eigene Schicht zu sehen. Fehlbefüllte Behälter werden nicht mitgenommen, oder der Mehraufwand wird extra berechnet.
Betriebe, die ihr Altfett sauber sammeln, haben dadurch keinen Nachteil. In ihren Behältern ist, was hineingehört, und die Sichtkontrolle mindert ihre Vergütung nicht.
Wovon die Höhe der Vergütung abhängt
Einen festen Betrag, der für alle Betriebe gleich ist, gibt es nicht. Die Vergütung hängt vor allem von drei Dingen ab:
- Von der Menge, die in Ihrem Betrieb anfällt. Ein Betrieb mit mehreren Fritteusen und vielen Portionen am Tag übergibt mehr altes Frittieröl als ein Café, das nur gelegentlich frittiert.
- Von der Qualität des Altfetts. Sauber getrenntes Öl ohne Wasser, Feststoffe und Reinigungsmittel lässt sich gut aufbereiten.
- Von der Marktlage. Altspeiseöl ist ein Rohstoff für Biodiesel, und die Nachfrage danach schwankt mit dem Markt für Biokraftstoffe.
Weil sich die Marktlage ändert, kann sich auch die Vergütung im Lauf der Zeit verändern. Konkrete Konditionen nennt ReFood deshalb im Angebot für Ihren Standort und nicht pauschal auf der Website.
Was Sie selbst für eine gute Vergütung tun können
Den größten Einfluss haben Sie auf die Qualität. Lassen Sie das Fritteusenfett abkühlen, gießen Sie es durch ein Sieb und halten Sie Wasser und Spülmittel fern. Der Deckel bleibt geschlossen, damit kein Regen hineinläuft. Ausführliche Hinweise gibt der Ratgeber Altfett richtig sammeln.
Auch der Standort zählt. Altfett wird immer wieder gestohlen, und was aus dem Behälter verschwindet, kann Ihnen niemand vergüten. Ein Platz hinter einer verschlossenen Tür oder einem Tor schützt Ihr Altfett bis zur Abholung.
So erhalten Sie ein Angebot
Die Vergütung für Ihren Betrieb erfahren Sie über die Angebotsanfrage. Das Formular fragt in drei Schritten Ihre Kontaktdaten, Ihren Standort und Ihren Bedarf ab. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich, und sie wird der Niederlassung zugeordnet, die für Ihren Standort zuständig ist.
Haben Sie mehrere Standorte, geben Sie das im Formular an. Das Verfahren ist für alle Branchen gleich, vom Restaurant bis zur Großküche. Hinweise für Ihre Branche finden Sie etwa auf der Seite zur Frittierfett-Entsorgung in der Gastronomie.
Fragen
Häufige Fragen
Wird die Vergütung netto oder brutto angegeben?
ReFood vergütet gebrauchtes Frittierfett und Speiseöl netto, also ohne Mehrwertsteuer. Nennt ein anderer Anbieter einen Bruttobetrag, wirkt dieser höher, ohne dass die Leistung besser ist. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer auf derselben Grundlage.
Wie viel bekomme ich für einen vollen Oleo90?
Einen festen Betrag gibt es nicht, weil die Vergütung von Menge, Qualität und Marktlage abhängt. Ein voller Oleo90 enthält 90 kg Altfett, die Menge lesen Sie an der Skala ab. Die Konditionen für Ihren Betrieb nennt Ihnen ReFood im Angebot.
Was passiert, wenn Wasser im Altfett ist?
Wasser sinkt im Oleo90 unter das Öl und ist durch die durchsichtige Wand zu sehen. Fehlbefüllte Behälter werden nicht mitgenommen, oder der Mehraufwand wird berechnet. Achten Sie deshalb auf trockene Gefäße und einen geschlossenen Deckel.
Ist ein 100-Liter-Fass günstiger für mich als der Oleo90?
Das zeigt erst ein genauer Blick auf die Abrechnung. Wird pro 100 Liter vergütet, das Fass fasst aber 120 Liter, bleibt bei jeder vollen Füllung ein Teil ohne Vergütung. Beim Oleo90 ist die Füllmenge von 90 kg festgelegt und an der Skala sichtbar.
Warum kann sich die Vergütung ändern?
Altspeiseöl ist ein Rohstoff für die Biodieselherstellung, und seine Nachfrage folgt dem Markt. Ändert sich die Marktlage, kann sich auch die Vergütung verändern. Fragen zu Ihren Konditionen beantwortet ReFood über das Kontaktformular.
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